DIE WAHRHEIT IST DEM MENSCHEN ZUMUTBAR (Hannah Arendt, 1967)
Ein aktueller Bericht der Passauer Neuen Presse (PNP) mit dem o.a. Foto vom 28.02.2026 beleuchtet die massiven Eingriffe am ökologisch sensiblen Hang unterhalb des Burgbergs. Im Zuge der geplanten Behelfsrampe für die Staatsstraßensanierung kam es dort zu weitreichenden Baumfällungen, die das Ortsbild und die Natur tiefgreifend verändern.
Die kritischen Fakten zum Hang:
Verlust von Lebensraum: Der alte Baumbestand, der nun gerodet wurde, diente als wichtiger Rückzugsort für geschützte Vogelarten und Fledermäuse.
Gefährdete Flora: Der Hang beheimatet unter anderem das vom Aussterben bedrohte Mau-Hungerblümchen – eine botanische Rarität, die bayernweit kaum noch vorkommt.
Artenschutz im Konflikt: Trotz der ökologischen Bedeutung wurden hier Fakten geschaffen, die eine spätere Renaturierung massiv erschweren.
Kritik am Entscheidungsprozess: Besonders schwer wiegt jedoch die Art und Weise der Umsetzung. Die Bürgerinnen und Bürger wurden in diesen Entscheidungsprozess zu keinem Zeitpunkt aktiv eingebunden. Unabhängig von der rechtlichen Notwendigkeit wurde hier in einer Art „Nacht-und-Nebel-Aktion“ gehandelt.
Eine solche Vorgehensweise ist für unsere Gemeinschaft nicht zu akzeptieren. Demokratie und Akzeptanz für Bauprojekte entstehen durch Dialog und Transparenz – nicht durch vollendete Tatsachen ohne vorherige Information der Betroffenen.
(Quelle: Passauer Neue Presse, Ausgabe vom 28.02.2026)
Wir haben uns im letzten Jahr fast heimlich von einem Ort verabschiedet, der für unser Dorf weit mehr war als nur ein Schulhaus. Die Schule von Dommelstadl – gebaut mit Hoffnung, Stolz und unermüdlichem Einsatz unserer Vorfahren – schließt ihre Türen. Mit ihr geht ein Stück Heimat verloren.
Über mehr als 160 Jahre hinweg war dieses Gebäude ein Herzstück unseres Dorflebens. Hier lernten unsere Kinder lesen, schreiben und rechnen, hier knüpften sie Freundschaften fürs Leben. Generationen saßen in denselben Räumen, hörten dieselben Glocken läuten, sahen durch dieselben Fenster hinaus auf dieselben Felder. Viele haben Erinnerungen an diesen Ort – an den ersten Schultag, an die Aufregung vor einer Probe, an den Geruch nach Kreide und frisch geöffneten Schulheften, an die vertrauten Stimmen der Lehrer.
Diese Schule war auch ein Ort der Begegnung. Sie war ein Ort, der uns verband, ein Fixpunkt im Jahreslauf, ein Raum, in dem Gemeinschaft lebendig wurde. In einem Dorf, das außer Kirche und Vereinen kaum öffentliche Räume kennt, war die Schule ein Anker.
Ihr Verlust ist schmerzlich. Die Kinder werden nun anderswo unterrichtet, das Lachen in den Pausen wird hier verstummen, und wir alle spüren: Etwas Selbstverständliches, das unser Dorf über Generationen geprägt hat, ist verschwunden. Doch auch wenn das Gebäude jetzt leer steht, lebt der Geist dieser Schule weiter – in den Erinnerungen, in den Geschichten, in uns.
Wir sollten nicht vergessen, mit welchem Mut und welcher Hingabe unsere Vorfahren diese Schule erkämpft und erhalten haben. Aus einem einfachen Haus wurde ein Ort, der Generationen bildete und Gemeinschaft stiftete. Diese Tradition verdient es, weitergetragen zu werden – vielleicht als Dorfarchiv, vielleicht als Kulturraum, vielleicht als Treffpunkt für Jung und Alt.
Wir behalten das Bild dieser Schule im Herzen. Möge sie uns weiterhin daran erinnern, was Zusammenhalt, Engagement und Bildung für ein kleines Dorf bedeuten können.
(siehe „Stand der Dinge“ vom 06. Februar 2025)
Der neue Rahmenplan für Neuburg könnte statt Beruhigung eine Beschleunigung des Verkehrs durch den Ortskern bedeuten – mit LKW-Raserei mitten durch den Ort!
Fast 100 Vorschläge der Bürger für mehr Verkehrssicherheit – fast alle ignoriert! Kein Durchfahrtsverbot, keine Verkehrsinseln, keine echten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung.
Ohne öffentliche Diskussion tauscht die Gemeinde still und heimlich Grundstücke – für eine Baustellenrampe, die den Hang vor der Burg zerstört! Bürgerbeteiligung? Fehlanzeige.
Der PNP-Bericht zur Sitzung enthält Fehler und Auslassungen, die den Gemeinderatsbeschluss nur unvollständig wiedergeben. Wer lenkt hier die Berichterstattung?
Die geplanten Maßnahmen bedrohen die historische Burg: Mehr Schwerverkehr, Baumfällungen, massive bauliche Eingriffe – ist das das Ende der Neuburger Burg-Idylle?
Zentrale Fragen zur Verkehrsplanung bleiben seit Monaten unbeantwortet. Wurde ein Gutachter für die Ortsumfahrung beauftragt? Was geschieht mit dem Tunnel-Vorschlag?
über 1000 Jahre Besiedlung am Neuburger Wald
50 Jahre Gemeinde Neuburg a. Inn
Seit 1. Januar 1972 gibt es die Gemeinde Neuburg a. Inn in ihrer jetzigen Struktur. Das war Ergebnis der großen bayerischen Gebietsreform. In vielen Gemeinden wurde dieser 50. Geburtstag mit Rückbesinnung und Feierlichkeiten begangen, teilweise mit großen Volksfesten – auf jeden Fall unter Beteiligung der Bürger. Nicht so in Neuburg: In den aktuellen Ausgaben des Gemeindebriefs wurde das Datum nicht einmal erwähnt. Die Gemeinde existiert qua Gesetz als Gebietskörperschaft, als politische Kommune. Bürgerliche Gemeinsamkeiten gibt es auf Gemeindeebene so gut wie keine. Es existiert kein kommunales Leitbild. Dazu hatte die Führung der Gemeinde in den letzten 50 Jahren offensichtlich weder den Willen noch die Kraft. Vielleicht liegt das daran, dass es 21 offizielle Gemeindeteile gibt, deren Bürger ihre Eigenständigkeit über die Jahre bewahrt haben: 2 Pfarrdörfer, 11 Dörfer, 6 Weiler und zwei Einöden. In all diesen Teileinheiten gibt es ein reges Vereinsleben, soziale Kontakte und örtliche Initiativen. Wir werden im BUERGER FORUM dieser Frage nachgehen: Verwaltungseinheit oder Gemeinschaft?
Dieser vorläufige Befund steht in deutlichem Gegensatz zu einer festlichen Veranstaltung, die die Gemeinde Mitte Oktober 2022 im Landkreissaal der Burg durchführte. Es wurde u. a. das 50jährige Jubiläum der Gemeinde gefeiert. Anwesend waren die Honoratioren der Gemeinde und geladene Gäste - keine Gemeindebürger. Die Festreden waren voll des Lobes für das freundschaftliche Miteinander aller Gemeindeteile.
(Details auf dieser Website unter "Gemeinde" - Unterseite "Bürgerbeteiligung")
Licht, Lüftung
Funktionen
Lern- und Lebensbereiche
Dies könnte unsere neue Grundschule sein - z. B. am Eingang nach Neukirchen, neben dem Sportplatz: Ein pädagogisches, soziales und kulturelles Zentrum in den kommenden 50 Jahren für die ganze Gemeinde.
Bisher gibt es keine Erklärung des Bürgermeisters: Was wurde eigentlich in den letzten 6 Jahren untersucht? Seit wann ist die Schule voller Schimmel? Warum wird nicht sofort geschlossen? Wieso kann man plötzlich alle Schüler in Neukirchen unterbringen und für wie lange?
Fakten: Beschlüsse des Gemeinderats
20. März 2018: Sanierung beider Schulen (einstimmig)
22. März 2021: Ablehnung der Sanierung beider Schulen (9 ja : 8 nein)
22. März 2021: Suche nach Grundstück für neue Schule (einstimmig)
18. März 2024: Schließung der Schule in Dommelstadl zum 31.12.2024 (einstimmig)
PNP vom 19.03.2024 - Kinder werden in Neukirchen beschult
"Neuburg am Inn/Dommelstadl.Das Schulhaus in Dommelstadl muss zum Schuljahresende dauerhaft geschlossen werden. Ein Schimmelpilzbefall macht diesen Schritt nötig, wie die Gemeinde Neuburg am Inn mitteilt. Weil sich eine Sanierung nicht lohnt, bis das neu geplante Schulhaus fertig ist, werden die Kinder bis dahin in Neukirchen am Inn beschult.
„Im Dezember 2023 fand die externe Evaluation der Grundschule Neuburg am Inn statt. Das Evaluationsteam wies im Elterninterview darauf hin, dass es im Schulhaus Dommelstadl gravierende bauliche Unzulänglichkeiten gibt, die sich möglicherweise auf die Gesundheit der Kinder negativ auswirken könnten“, teilt die Gemeinde mit. „Daraufhin wurde seitens der Gemeinde einstweilig verfügt, die Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Altbaus sofort gänzlich für die Nutzung zu sperren.“ Es sei umgehend ein Bausachverständiger beauftragt worden, „der umfangreiche Untersuchungen zu Raumluft, Bodenbeschaffenheit und Bausubstanz durchführte“. Ergebnis: Im Bodenaufbau des Erdgeschosses seien Schimmelpilze vorhanden, die durch die Nutzung in die Raumluft gelangen. „Das Gutachten fordere eine dauerhafte Schließung der Räume bis zur vollständigen Sanierung beziehungsweise Behebung der Mängel. Damit verbunden ist ein Nutzungs- und Betretungsverbot. Dies stellt einen nicht zumutbaren Zustand für das Wohlergehen der Schüler dar“, heißt es weiter in der Mitteilung der Gemeinde.
Der Gemeinderat habe sich in der nichtöffentlichen Sitzung am Montag mit der Thematik befasst und sei zu dem Schluss gekommen, „dass die Sanierungskosten in keinem Verhältnis zur verbleibenden Nutzungszeit bis zum Bezug der bereits geplanten Schule stehen“. Vor diesem Hintergrund wurde die einstimmige Entscheidung getroffen, „den Schulbetrieb in Dommelstadl zum Schuljahresende 2024 einzustellen. Diese Entscheidung wird vollumfänglich von der Schulleitung und dem Kollegium mitgetragen. Die Kinder werden ab dem Schuljahr 2024/2025 gemeinsam in Neukirchen beschult."
UND ES WIRD NOCH WESENTLICH MEHR FÜR NEUBURG A. INN ...
· Weiterhin starkes Wachstum bei LKW und PKW
· Anbindung der A 94 an die A 3 bei Pocking
· Neues Autobahnkreuz Pocking mit direkter Zuführung des Verkehrs auf die B512/St2110 in Richtung Neuburg a. Inn
· Starkes Verkehrswachstum bei Brummer Logistik nach Kapazitätserweiterung im Jahre 2015
Was kann man tun?
ABSPERREN ODER UMGEHUNGSSTRASSE
Braucht man in der strategischen Verkehrsführung die grüne Route über Neuburg a. Inn?
Mit diesem digitalen Bürger Forum soll ein Beitrag zur Schaffung von Transparenz und Förderung des Dialogs geleistet werden. Das können die neuen Medien besser als alles, was uns bisher zur Verfügung stand. Netzwerk-Denken ist die Devise. Dieses Forum soll vollständig neutral und ohne jede inhaltliche Wertung eine Informations-Plattform sein, ein Informationsangebot. Es gibt keinen Bezug zu irgendeiner Partei oder Interessengruppe. Wir wollen Öffentlichkeit herstellen – in einem kommunalen Umfeld, in dem vieles nicht-öffentlich geregelt wird.
Eine weitere Aufgabe ist der Aufbau des Archivs. Wichtige Ereignisse, Dokumente und Entscheidungsprozesse sollen so dokumentiert werden, dass die Gemeindebürger schnell Fakten und Zusammenhänge aufrufen können.
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