DIE WAHRHEIT IST DEM MENSCHEN ZUMUTBAR (Hannah Arendt, 1967)
In der jetzt (im Frühjahr 2026) zu Ende gehenden Legislaturperiode des Gemeinderats war das 50-jährige Jubiläum der Gemeinde im Oktober 2022 das wichtigste Ereignis. Bei einer nichtöffentlichen Festveranstaltung aus diesem Anlass wurde die Gemeindereform gewürdigt.
Die folgenden Passagen enthalten zentrale Aussagen dieser Würdigung. Sie zeigen u. a., wie das Zusammenleben in der Gemeinde, die Wirkung der Gebietsreform und die Arbeit des Gemeinderats gesehen werden.
Quelle: Gemeinde Neuburg am Inn – Festrede „50 Jahre Gebietsreform“
https://www.neuburg-am-inn.de/unser-neuburg/geschichte-und-tradition/50-jahre-gebietsreform/
Leitzitat aus der Jubiläumsrede: „Wir Neuburger haben allen Grund, uns zu fühlen, als würden wir in Milch und Honig baden.“
Harmonie und Glück in der Gemeinde
Den Auftakt bildet ein Lied, das wie eine Hymne auf Neuburg klingt:
„Wo könnt es sonst noch schöner sein, hier wohnen Menschen mit frohem Sinn … in meinem Neuburg ich glücklich bin.“
Aus dieser Perspektive erscheint das Leben in der Gemeinde als besonders harmonisch: „Ich hatte … immer das Gefühl, eine intakte Dorfgemeinschaft zu erleben, eine Gemeinschaft, die zusammengehört … getragen von Menschen, die zusammenhalten und nicht spalten.“
Das dörfliche Leben wird dabei als von Tradition und Gemeinschaft geprägt beschrieben: „Da werden Tradition, dörflicher Zusammenhalt und Lebenskultur, ja Freundschaften auch über Staatsgrenzen gepflegt.“
Auch die Zukunft erscheint in dieser Darstellung gesichert: „Die Großgemeinde hat sich in den 50 Jahren des Bestehens neu erfunden, sie ist weltoffen, ohne ihre dörfliche Identität zu verlieren.“
Neue Einwohner werden ausdrücklich zur Mitgestaltung eingeladen: „Sie heißt jeden Neubürger willkommen und lädt ihn zur Mitgestaltung ein.“
Wer sich beteiligt, erlebt nach dieser Darstellung ein besonders intensives Gemeinschaftsleben: „Wer hier in Neuburg nicht nur wohnt, sondern sich aktiv beteiligt, kann erleben, wie dieses dörfliche Leben im Zeichen des Austausches und der Begegnung zwischen Menschen unterschiedlicher Lebensarten steht.“
Allerdings wird auch klargestellt, wer nicht zu dieser idealen Dorfgemeinschaft gehört: „Die Engagierten gehören nicht zu den Wutbürgern, die nur ihren Unmut äußern, die sich aber am gemeinschaftlichen dörflichen Leben nicht beteiligen und sich weigern, in Kirche und Vereinen aktiv zu sein.“
Zum Ende der Rede wird das Bild einer besonders glücklichen Gemeinde noch einmal zugespitzt: „Wenn heuer der bundesdeutsche Glücklichkeitsatlas erstellt würde … dann glaube ich, dass unsere Gemeinde Neuburg ganz oben auf der Skala vertreten wäre.“
Der Höhepunkt dieser Darstellung ist schließlich eine besonders bildhafte Formulierung: „Wir Neuburger haben allen Grund, uns zu fühlen, als würden wir in Milch und Honig baden.“
Auch ein historisches Bonmot wird herangezogen, um dieses Bild zu unterstreichen: „Es herrschte damals ein Leben in Neuburg, dass es sprichwörtlich wurde, wenn jemand vom Himmel fiele, so soll er nach Neuburg fallen.“
Die Gebietsreform – Ziele und Erwartungen
Im weiteren Verlauf der Rede wird der politische Hintergrund der Gebietsreform erläutert. „Damals wurde die Landkarte Bayerns entscheidend verändert, die Zahl der Gemeinden von 7.000 auf 2.000 reduziert.“
Ein zentrales Ziel dieser Reform wird klar benannt: „Ein wichtiger Gedanke der Gebietsreform war die Verwaltungsvereinfachung.“
Die Reform ging davon aus, dass kleine Gemeinden den wachsenden Anforderungen moderner Verwaltung nicht mehr gewachsen seien: „Kleine Gemeinden mit ihren wenig geschulten Verwaltungskräften und ehrenamtlichen Bürgermeistern waren den Herausforderungen der Zukunft nicht gewachsen.“
Deshalb sollten größere kommunale Einheiten entstehen: „Die großen Ziele der Reform sollten sein, eine Steigerung von Effektivität und Wirtschaftlichkeit der Verwaltung durch den Einsatz von hauptamtlichem, qualifiziertem Personal und moderner Büroausstattung.“
Darüber hinaus sollte die Reform gleiche Lebensbedingungen schaffen: „Überall in Stadt und Land sollten gleichwertige Lebensbedingungen herrschen.“
Mit der Bildung größerer Gemeinden verband sich außerdem die Erwartung größerer Leistungsfähigkeit: „Diese neuen Großgemeinden sollten für die Zukunft gerüstet sein, sollten wirtschaftlich handlungsfähiger und bürgernäher sein.“
Die Entwicklung der Gemeinde Neuburg wird schließlich so beschrieben: „Diese Reform schuf größere Verwaltungen, größere Gemeinden und Landkreise. Die Gebietsreform stärkte die Verwaltung und die Leistungskraft der neuen Großgemeinden.“
Der Zusammenschluss der Gemeinden erscheint im Rückblick als positive Entwicklung: „Für mich hat sich der Zusammenschluss von Dommelstadl und Neukirchen zur Gemeinde Neuburg von einer Vernunftehe zu einer Liebesbeziehung entwickelt.“
Und schließlich: „So war die Gebietsreform von 1972 … mehr als nur eine Vernunftehe oder Zwangsehe. In all den Jahren ist daraus eine Liebesbeziehung geworden, ein himmlisches Glück.“
Der Gemeinderat – Ort der Zusammenarbeit
Auch die Rolle des Gemeinderats wird in der Rede thematisiert. „So war sicherlich die größte Herausforderung des ersten Bürgermeisters der Großgemeinde … die Überwindung der Nabelschau und des Ortsteildenkens.“
Vor allem sollte verhindert werden, dass die Interessen der Ortsteile gegeneinander ausgespielt werden: „Vor allem war es wichtig, dass der neue … Gemeinderat nicht ein Austragungsort von ortsteilegoistischen Glaubenskriegen wurde.“
Die Zusammenarbeit der Ortsteile wird als entscheidend für die Entwicklung der Gemeinde dargestellt: „Jeder Ortsteil sollte sich gleichberechtigt im Gemeinderat vertreten fühlen, was für die Weiterentwicklung der Ortsteile eminent wichtig war.“
Und schließlich: „Sie mussten alle an einem Strang ziehen, weil sie den Wunsch hatten, zu gestalten.“
Diese Zitate stammen aus der Festrede zum 50-jährigen Jubiläum der Gemeinde Neuburg am Inn im Oktober 2022 und sind auf der Website der Gemeinde veröffentlicht.
Ein aktueller Bericht der Passauer Neuen Presse (PNP) mit dem o.a. Foto vom 28.02.2026 beleuchtet die massiven Eingriffe am ökologisch sensiblen Hang unterhalb des Burgbergs. Im Zuge der geplanten Behelfsrampe für die Staatsstraßensanierung kam es dort zu weitreichenden Baumfällungen, die das Ortsbild und die Natur tiefgreifend verändern.
Die kritischen Fakten zum Hang:
Verlust von Lebensraum: Der alte Baumbestand, der nun gerodet wurde, diente als wichtiger Rückzugsort für geschützte Vogelarten und Fledermäuse.
Gefährdete Flora: Der Hang beheimatet unter anderem das vom Aussterben bedrohte Mau-Hungerblümchen – eine botanische Rarität, die bayernweit kaum noch vorkommt.
Artenschutz im Konflikt: Trotz der ökologischen Bedeutung wurden hier Fakten geschaffen, die eine spätere Renaturierung massiv erschweren.
Kritik am Entscheidungsprozess: Besonders schwer wiegt jedoch die Art und Weise der Umsetzung. Die Bürgerinnen und Bürger wurden in diesen Entscheidungsprozess zu keinem Zeitpunkt aktiv eingebunden. Unabhängig von der rechtlichen Notwendigkeit wurde hier in einer Art „Nacht-und-Nebel-Aktion“ gehandelt.
Eine solche Vorgehensweise ist für unsere Gemeinschaft nicht zu akzeptieren. Demokratie und Akzeptanz für Bauprojekte entstehen durch Dialog und Transparenz – nicht durch vollendete Tatsachen ohne vorherige Information der Betroffenen.
(Quelle: Passauer Neue Presse, Ausgabe vom 28.02.2026)
Wir haben uns im letzten Jahr fast heimlich von einem Ort verabschiedet, der für unser Dorf weit mehr war als nur ein Schulhaus. Die Schule von Dommelstadl – gebaut mit Hoffnung, Stolz und unermüdlichem Einsatz unserer Vorfahren – schließt ihre Türen. Mit ihr geht ein Stück Heimat verloren.
Über mehr als 160 Jahre hinweg war dieses Gebäude ein Herzstück unseres Dorflebens. Hier lernten unsere Kinder lesen, schreiben und rechnen, hier knüpften sie Freundschaften fürs Leben. Generationen saßen in denselben Räumen, hörten dieselben Glocken läuten, sahen durch dieselben Fenster hinaus auf dieselben Felder. Viele haben Erinnerungen an diesen Ort – an den ersten Schultag, an die Aufregung vor einer Probe, an den Geruch nach Kreide und frisch geöffneten Schulheften, an die vertrauten Stimmen der Lehrer.
Diese Schule war auch ein Ort der Begegnung. Sie war ein Ort, der uns verband, ein Fixpunkt im Jahreslauf, ein Raum, in dem Gemeinschaft lebendig wurde. In einem Dorf, das außer Kirche und Vereinen kaum öffentliche Räume kennt, war die Schule ein Anker.
Ihr Verlust ist schmerzlich. Die Kinder werden nun anderswo unterrichtet, das Lachen in den Pausen wird hier verstummen, und wir alle spüren: Etwas Selbstverständliches, das unser Dorf über Generationen geprägt hat, ist verschwunden. Doch auch wenn das Gebäude jetzt leer steht, lebt der Geist dieser Schule weiter – in den Erinnerungen, in den Geschichten, in uns.
Wir sollten nicht vergessen, mit welchem Mut und welcher Hingabe unsere Vorfahren diese Schule erkämpft und erhalten haben. Aus einem einfachen Haus wurde ein Ort, der Generationen bildete und Gemeinschaft stiftete. Diese Tradition verdient es, weitergetragen zu werden – vielleicht als Dorfarchiv, vielleicht als Kulturraum, vielleicht als Treffpunkt für Jung und Alt.
Wir behalten das Bild dieser Schule im Herzen. Möge sie uns weiterhin daran erinnern, was Zusammenhalt, Engagement und Bildung für ein kleines Dorf bedeuten können.
(siehe „Stand der Dinge“ vom 06. Februar 2025)
Der neue Rahmenplan für Neuburg könnte statt Beruhigung eine Beschleunigung des Verkehrs durch den Ortskern bedeuten – mit LKW-Raserei mitten durch den Ort!
Fast 100 Vorschläge der Bürger für mehr Verkehrssicherheit – fast alle ignoriert! Kein Durchfahrtsverbot, keine Verkehrsinseln, keine echten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung.
Ohne öffentliche Diskussion tauscht die Gemeinde still und heimlich Grundstücke – für eine Baustellenrampe, die den Hang vor der Burg zerstört! Bürgerbeteiligung? Fehlanzeige.
Der PNP-Bericht zur Sitzung enthält Fehler und Auslassungen, die den Gemeinderatsbeschluss nur unvollständig wiedergeben. Wer lenkt hier die Berichterstattung?
Die geplanten Maßnahmen bedrohen die historische Burg: Mehr Schwerverkehr, Baumfällungen, massive bauliche Eingriffe – ist das das Ende der Neuburger Burg-Idylle?
Zentrale Fragen zur Verkehrsplanung bleiben seit Monaten unbeantwortet. Wurde ein Gutachter für die Ortsumfahrung beauftragt? Was geschieht mit dem Tunnel-Vorschlag?
(Details auf dieser Website unter "Gemeinde" - Unterseite "Bürgerbeteiligung")
Licht, Lüftung
Funktionen
Lern- und Lebensbereiche
Dies könnte unsere neue Grundschule sein - z. B. am Eingang nach Neukirchen, neben dem Sportplatz: Ein pädagogisches, soziales und kulturelles Zentrum in den kommenden 50 Jahren für die ganze Gemeinde.
Bisher gibt es keine Erklärung des Bürgermeisters: Was wurde eigentlich in den letzten 6 Jahren untersucht? Seit wann ist die Schule voller Schimmel? Warum wird nicht sofort geschlossen? Wieso kann man plötzlich alle Schüler in Neukirchen unterbringen und für wie lange?
Fakten: Beschlüsse des Gemeinderats
20. März 2018: Sanierung beider Schulen (einstimmig)
22. März 2021: Ablehnung der Sanierung beider Schulen (9 ja : 8 nein)
22. März 2021: Suche nach Grundstück für neue Schule (einstimmig)
18. März 2024: Schließung der Schule in Dommelstadl zum 31.12.2024 (einstimmig)
PNP vom 19.03.2024 - Kinder werden in Neukirchen beschult
"Neuburg am Inn/Dommelstadl.Das Schulhaus in Dommelstadl muss zum Schuljahresende dauerhaft geschlossen werden. Ein Schimmelpilzbefall macht diesen Schritt nötig, wie die Gemeinde Neuburg am Inn mitteilt. Weil sich eine Sanierung nicht lohnt, bis das neu geplante Schulhaus fertig ist, werden die Kinder bis dahin in Neukirchen am Inn beschult.
„Im Dezember 2023 fand die externe Evaluation der Grundschule Neuburg am Inn statt. Das Evaluationsteam wies im Elterninterview darauf hin, dass es im Schulhaus Dommelstadl gravierende bauliche Unzulänglichkeiten gibt, die sich möglicherweise auf die Gesundheit der Kinder negativ auswirken könnten“, teilt die Gemeinde mit. „Daraufhin wurde seitens der Gemeinde einstweilig verfügt, die Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Altbaus sofort gänzlich für die Nutzung zu sperren.“ Es sei umgehend ein Bausachverständiger beauftragt worden, „der umfangreiche Untersuchungen zu Raumluft, Bodenbeschaffenheit und Bausubstanz durchführte“. Ergebnis: Im Bodenaufbau des Erdgeschosses seien Schimmelpilze vorhanden, die durch die Nutzung in die Raumluft gelangen. „Das Gutachten fordere eine dauerhafte Schließung der Räume bis zur vollständigen Sanierung beziehungsweise Behebung der Mängel. Damit verbunden ist ein Nutzungs- und Betretungsverbot. Dies stellt einen nicht zumutbaren Zustand für das Wohlergehen der Schüler dar“, heißt es weiter in der Mitteilung der Gemeinde.
Der Gemeinderat habe sich in der nichtöffentlichen Sitzung am Montag mit der Thematik befasst und sei zu dem Schluss gekommen, „dass die Sanierungskosten in keinem Verhältnis zur verbleibenden Nutzungszeit bis zum Bezug der bereits geplanten Schule stehen“. Vor diesem Hintergrund wurde die einstimmige Entscheidung getroffen, „den Schulbetrieb in Dommelstadl zum Schuljahresende 2024 einzustellen. Diese Entscheidung wird vollumfänglich von der Schulleitung und dem Kollegium mitgetragen. Die Kinder werden ab dem Schuljahr 2024/2025 gemeinsam in Neukirchen beschult."
UND ES WIRD NOCH WESENTLICH MEHR FÜR NEUBURG A. INN ...
· Weiterhin starkes Wachstum bei LKW und PKW
· Anbindung der A 94 an die A 3 bei Pocking
· Neues Autobahnkreuz Pocking mit direkter Zuführung des Verkehrs auf die B512/St2110 in Richtung Neuburg a. Inn
· Starkes Verkehrswachstum bei Brummer Logistik nach Kapazitätserweiterung im Jahre 2015
Was kann man tun?
ABSPERREN ODER UMGEHUNGSSTRASSE
Braucht man in der strategischen Verkehrsführung die grüne Route über Neuburg a. Inn?
Mit diesem digitalen Bürger Forum soll ein Beitrag zur Schaffung von Transparenz und Förderung des Dialogs geleistet werden. Das können die neuen Medien besser als alles, was uns bisher zur Verfügung stand. Netzwerk-Denken ist die Devise. Dieses Forum soll vollständig neutral und ohne jede inhaltliche Wertung eine Informations-Plattform sein, ein Informationsangebot. Es gibt keinen Bezug zu irgendeiner Partei oder Interessengruppe. Wir wollen Öffentlichkeit herstellen – in einem kommunalen Umfeld, in dem vieles nicht-öffentlich geregelt wird.
Eine weitere Aufgabe ist der Aufbau des Archivs. Wichtige Ereignisse, Dokumente und Entscheidungsprozesse sollen so dokumentiert werden, dass die Gemeindebürger schnell Fakten und Zusammenhänge aufrufen können.
Diese Website wird permanent ergänzt und überarbeitet. Es lohnt sich immer wieder, darin zu blättern. Von Zeit zu Zeit wird durch Newsletters auf besondere Sachverhalte hingewiesen.
Bitte treten Sie mit uns über E-Mail in Kontakt. info@buergerforum-neuburgaminn.com. Schreiben Sie einfach: (1) "Ich möchte informiert werden" oder (2) "Ich möchte mitarbeiten." Wir werden an Ihre E-Mail-Adresse antworten und Sie informiert halten.
In eigener Sache:
Einige unerer Leser haben von Zeit zu Zeit gute Vorschläge zum Datenschutz und zur Cybersicherheit. Diese erreichen uns über Beschwerden beim Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken, weil so Schutz und Sicherheit im Netz verbessert werden.